Knipsend ins Ziel – Berliner Fotomarathon

Am Samstag, den 18. Juni fand in Berlin zum 11. Mal der Fotomarathon statt.
Ziel der Veranstaltung ist nicht schnellstmöglich an einem vorher bestimmten Ziel anzukommen. Es handelt sich vielmehr um einen Fotowettbewerb, bei dem jeder Teilnehmer zwölf Stunden Zeit hat, 24 Themen fotografisch umzusetzen. Die die ersten acht wie auch die nächste Station werden erst beim Startschuss mitgeteilt. Dort erhält man wiederum eine Liste mit den nächsten acht Themen und dem nächsten Treffpunkt. Das wiederholt sich dann noch einmal. Auch das Rahmenthema bleibt bis zum Start geheim, diesmal hiess es Musik liegt in der Luft.

Am Ende des Tages im Ziel angekommen geben die meist erschöpften Bilderjäger ihre Beute beim Organisations-Team ab. Der Sieger des Marathons wird etwa vier Wochen später bei der Ausstellung bekannt gegeben, wo sämtliche Fotoserien in Form von ungeschnittenen Filmstreifen gezeigt werden.

Dieses Jahr trafen sich die „Langstreckenfotografen“ um 10:30 an der ersten Station, dem Osthafen. Für mich war es das zweite Mal, dass ich an dieser Veranstaltung teilgenommen habe, fast wäre meine Beteiligung schon dort gescheitert: Nachdem meine Partnerin trotz unserer Absprachen unbedingt eigene Wege gehen wollte, hatte ich keine Lust und vor allem keine Ideen mehr und hätte fast aufgegeben. Trotzdem liss ich mich überzeugen, weiter zu machen, und nachdem die ersten Bilder für mich völlig unzufriedenstellend waren, begann ich sogar noch mal von vorne. Nach zwei Dritteln der Zeit hatte ich dann gerade mal ein Drittel der Bilder. Noch dazu regnete es den ganzen Tag.

Doch irgendwie flutschte es dann auf einmal doch, ich war sogar eine der ersten, die ihre Bilder abgeliefert hat. Vielleicht liegen nicht alle mit dem übergreifenden Thema im „Einklang“, aber im Großen und Ganzen finde ich einige der Bilder gar nicht mal so schlecht.

Die Fotos dürfen laut den Regeln eigentlich nicht bearbeitet werden, sie ersaufen aber auf der Website in Dunkelheit, außerdem konnte ich doch nicht widerstehen, wenigstens den eidigen Rotstich weg zu machen, bzw. die Bilder meinen Vorstellungen gemäß zu „entwickeln”. Wenn Ihr mit der Maus über die Fotos fahrt, könnt Ihr dennoch die Originale sehen, so wie sie auf der Karte gespeichert wurden.
Hier jedenfalls meine Serie:


1. Ich bin ich (Rosenstolz)


2. Die Großstadtpflanze (Claire Waldorff)


3. Wochenend und Sonnenschein (Comedian Harmonists)


4. Überall wird instandbesetzt (Chaotencombo)


5. Keine Schönheit ohne Gefahr (Einstürzende Neubauten)


6. Der Fernsehturm hat Ohren (Lexy & K-Paul)


7. Süßes Leben – Saures Leben (Wolf Biermann)


8. Wir trafen uns in einem Garten (2Raumwohnung)


9. Ich will Spass (Markus)


10. Chaos (Herbert Grönemeyer)


11. Unsichtbar (Farin Urlaub)


12. Monotonie (Ideal)


13. Tapetenwechsel (Hildegard Knef)


14. Unbekanntes Wesen (Linie 1)


15. Punkhochzeit (Nina Hagen)


16. Immer da wo du bist bin ich nie (Element of Crime)


17. Die Ballade vom angenehmen Leben (Brecht/ Weill)


18. Illusionen (Marlene Dietrich)


19. Ding (Seeed)


20. Schwarz zu blau (Peter Fox)


21. Irgendwie, irgendwo, irgendwann (Nena)


22. Ein Sommernachtstraum (Felix Mendelssohn Bartholdy)


23. Zauberland (Rio Reiser)


24. 25 Stunden am Tag (Die Ärzte)

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