Der Weg ist das Ziel – Berlin/Apulien (Reiserericht Teil 1)

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Berlin-Würzburg

Ein spontaner Geistesblitz brachte mich vor ein paar Wochen darauf meinen Freund Enzo in Italien zu besuchen. Mit dem Motorrad.
Ein paar Tage später ging es auch schon los.

Es hat etwas gedauert, bis ich startklar war.
Natürlich wollte ich nicht die Autobahn nehmen, mit Motorrad ist das langweilig.
Meine erste Pause machte ich an einem See an der Strasse des Friedens (B100) nahe Bitterfeld, genoss den einsamen Ort und aß eines meiner vorgeschmierten Bagettes.

P8018790 urban decay
Toilette in einem verlassenen Fabrikgelände


Auf dem weiteren Weg – nachdem ich mich ein wenig verfahren hatte – fand ich ein verlassenes Fabrikgelände bei Freyburg a. d. Unstrut.
Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, das leer stehende Gebäude näher anzusehen.
Es dauerte etwas, bis ich auf meine geplante Route zurück fand. Die Strasse dorthin war komplett gesperrt und die Umleitung zum einen schlecht ausgeschildert, zum anderen wegen eines Dorffestes unpassierbar.
In Buchfart boten mir die unter Denkmalschutz stehende historische Holzbrücke über die Ilm und auch die Jahrhunderte alte Buchfarter Mühle ein passendes Ambiente für eine weitere Brotzeit.

P8018833 Hausbrücke
Historische Holzbrücke in Buchfart


Um mein Tagesziel Theilheim, wo ich meine Schwester besuchen wollte, noch vor Dunkelheit zu erreichen, entschloss ich mich, ca. 100 km bis Werneck Autobahn zu fahren.
Kurz vor Würzburg mußte ich auf Reserve umschalten und bekam Angst, liegen zu bleiben, auch weil alle mir bekannten Tankstellen in meiner alten Heimat mittlerweile nicht mehr existierten, doch zum Glück hat es noch gereicht.

Am nächsten Tag fuhr mich meine Schwester mit ihrem Auto nach Würzburg, um einen Reservekanister zu füllen.
Morgens hatte es in Strömen geregnet, meine Weiterfahrt musste ich sowieso auf den nächsten Tag verschieben.
Stattdessen machten wir nachmittags einen ausgiebigen Spaziergang in der Umgebung.

P8028969 Sonnenblumen
Feld bei Theilheim


Würzburg-Bozen

Tags darauf fuhr ich trotz unsicherer Wetterlage weiter – und ich hatte meist Glück: Anscheinend hat es überall kurz vor mir abgeregnet, erst bei Innsbruck holte mich das Unwetter ein. Dafür wurde ich richtig nass. Zum Glück hat es Dank High-Tech-Klamotten einige Zeit gedauert, bis sie durchgeweicht waren. Auch wurde es ganz schön kühl und dafür war ich mit meinem minimalen Gepäck nicht wirklich gerüstet.
Aber so schnell wie ich nass wurde, so schnell trocknete meine Kleidung durch den Fahrtwind auch wieder.
Wegen der relativ langen Tagesstrecke machte ich keine langen Pausen und trotz der oft gewundenen Alpenstrassen kam ich recht zügig voran. Als Highlight für den Abend wollte ich mir dann den Pennser Pass gönnen, eine kleine Strasse (SS508) in Südtirol, die über den Pennser Joch führt.

P8038981 in den Alpen
Berghütte am Pennser Pass


In engen Serpentinen ging es steil aufwärts bis auf 2211 Meter Höhe, wo ich ein einzigartiges Panorama zu sehen bekam. Auf der anderen Seite ging es erst mal noch steiler und kurvenreicher abwärts und nachdem ich meine Höhenangst überwunden hatte, machte die Fahrt richtig Spaß. Und die Landschaft des Sarntales hat einiges zu bieten.
Von Bozen aus waren es dann nur noch ca. 30 km bis Auer, wo ich bereits telefonisch ein billiges Zimmer in der Pension
gebucht hatte.
Nach einer gründlichen Dusche besuchte ich das gerade stattfindende Dorffest, wo ich ein Glas des örtlichen Weines probierte.
Ich begab ich mich zeitig zurück zu meiner Pension, schlief bald beim Lesen meines Buches ein.

Fortsetzung folgt…

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